E-Bike-Käufer nutzen ihr Elektrofahrrad je nach Altersgruppe anders. Das zeigt jetzt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Schlegel und Partner. Einen eindeutigen Trend haben die Experten auch identifiziert: Die Käufer werden immer jünger.

Laut Schlegel und Partner lässt sich der typische Einsatzzweck aus dem Alter der Käufer ableiten. Demnach gebrauchen Menschen ab 50 Jahren das Pedelec eher für Touren, zum Einkaufen und für andere Freizeit-Aktivitäten. Zwischen 18 und 50-jährige benutzen das Pedelec als Transportmittel im Alltag und vor allem als Verkehrsmittel zum Pendeln zwischen dem Zuhause und der Arbeitsplatz.

E-Bikes für Jüngere


In den letzten Jahren lässt sich ein starker Trend erkennen. 2010 waren die Käufer ab 50 Jahren noch mit etwas mehr als 50 Prozent die stärkste Gruppe. 2012 sind 60 Prozent der Käufer 18 bis 50 Jahre.

Der Grund für den Wandel könnte an dem nachlassenden Wunsch Auto fahren zu wollen liegen. Denn nach einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Verkehrswesen (KIT) sinkt der Anteil der 18 bis 35 jährigen mit Zugang zu einem Auto von 83 Prozent im Jahr 2002 auf 74 Prozent zehn Jahre später. Darüber hinaus stieg der Anteil derjenigen 18 bis 35 jährigen, die das Fahrrad als Transportmittel benutzen im gleichen Zeitrahmen von 10 auf 15 Prozent.

Kraftstoffpreise und Umweltbewusstsein im Fokus


Steigende Kraftstoffpreise, erhöhtes Verkehrsaufkommen in Ballungsräumen, unzureichende oder zu teure öffentliche Verkehrsmittel oder steigendes Umweltbewusstsein seien einige der Gründe, warum immer mehr Menschen auf ein E-Bike umsteigen.

Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass die Veränderung des Nutzungsverhaltens der Käufer von E-Bikes ein neues Mobilitätskonzept erfordere. Bisher sei das E-Bike nur als Lifestyle-Ansatz wahrgenommen worden. Jetzt ginge es darum, das Elektrorad als vollwertiges Verkehrsmittel anzuerkennen.