Stromodom? Das ist eine Slotcar-Rennbahn – wie durch Carrera bekannt – bei der sich Miniatur-Sportwagen spannende Verfolgungsjagden liefern. Der Clou: Strom bekommen die elektrischen Flitzer durch ihre strampelnden Spieler, die auf einem Fahrrad der Firma Kreidler sitzen – wie jüngst beim Hessentag in Kassel geschehen. 

Die Gunst der Besucher sollte das „stromodrom“ auf der zehntägigen Veranstaltung gewinnen. Mehr als 40 Meter beträgt die Streckenlänge auf der die Fahrer der Miniautos auf sechs stationär montierten Kreidler DICE BIG 4.0 Shimano XT27 thronen und nur durch ihre Beinkraft die Elektrizität für die Flitzer generieren. Dazu kommen eigens entwickelten Spezial-Generatoren zum Einsatz.

„Als wir von der Idee des „stromodrom“ hörten, wussten wir sofort, dass wir einen so tollen Einfall unterstützen müssen!“

so Rainer Gerdes, Marketingleitung der Cycle Union. Konzept des „stromodrom“-Projekts sei es, spielerisch Energie, Mobilität und Adrenalin zusammenzubringen.

Zielgruppe des Muskelkraftwerks

Zielgruppe für die Aktion seien jüngere, die ein Gefühl für Umweltbewusstsein und nachhaltige Stromgewinnung erhalten sollen, so das Anliegen der Cycle Union zu der die Marke Kreidler gehört. Mit dem Muskelkraftwerk tauchte das Unternehmen in der Vergangenheit bei Events wie dem Melt!, dem n.a.t.u.r.-Festival oder auch der Barmer GEK Uni Roadshow auf.

2.400 Watt mit acht Menschenstärken

Das eingesetzte System besteht aus bis zu acht umgebauten Kreidler Vitality Compact E-Bikes, auf denen die Eventteilnehmer konstante 2.400 Watt allein durch ihre Muskelkraft erzeugen. Das reicht zum Beispiel aus, um damit bis zu 1000 Besucher mit Musik zu beschallen, sofern die menschlichen Energieerzeuger in die Pedale treten. Andere Stromverbraucher wie Massagestuhl oder Saftpresse lassen sich mit dem System ebenfalls mit Energie versorgen.

Einsatz auch in E-Bikes möglich

Die Konzeptstudie des Stromvelo nutzt einen Generator für das Laden des E-Bikes. So wird ein Tatort mit strampeln für die Fitness verbracht. Am nächsten Tag lässt sich dann die eigens erzeugte Energie zum Beispiel für die Fahrt ins Büro nutzen.

Fast marktreif sind sogenannte Serie-Hybrid-Elektroräder. Dabei existiert keine mechanische Verbindung mehr zwischen Tretlager und Hinterrad. Ein Generator versorgt den Elektromotor direkt mit Strom. Wir hatten dazu ein Interview mit dem Wegbereiter dieser Technologie Andreas Fuchs geführt. Das Mando Footloose ist ein Bespiel für dieses innovative Antriebssystem. Auch Mifa entwickelt mit dem X-Pesa ein solches E-Bike.