Photovoltaik-Anlagen für das Eigenheim erzeugen Solarstrom, der gleich genutzt, ins Netz eingespeist oder selbst gespeichert werden kann. Der “ReeVOLT!”-Stromspeicher macht genau das und nutzt dafür gebrauchte Pedelec-Akkus, die zuvor in Flyer-Elektrofahrrädern für ausreichend Strom sorgten.

Die Wemag AG bietet das System an, das aus einem Grundkörper mit eingebauter Steuerung und Energiemanagement für das Haus besteht. Insgesamt können bis zu 16 Akkus ihren Dienst für das Haus verrichten. Jeder einzelne Akku lässt sich dabei entweder mieten oder kaufen.

Ressourcen sparen

Die gebrauchten Stromspeicher stammen von Flyer-Mietstationen in der Schweiz und sollen noch eine Rest-Kapazität von 70 – 80 Prozent aufweisen. Damit verlängert sich die Lebensdauer der Zellen, denn in E-Bikes würden sie keine gute Figur mehr machen – stationär hingegen schon. So lassen sich Ressourcen schonen und Kosten sparen.

Wie viel Solarstrom sich in den Akkus speichern lässt, hängt natürlich von der Kapazität  und der Anzahl ab. Bei rund 70 Prozent und 16 eingesetzten Akkus ergibt sich eine Speicherkapazität von etwa 2,5 kWh und mit neuen Akkus wäre es doppelt soviel: 5 kWh – allerdings erhöhen sich dann die Kosten enorm.

Kosten und Verfügbarkeit

Beim Mietmodell tauscht das Unternehmen jene Akkus aus, deren Kapazität unter 60 Prozent sinkt. Die Kosten belaufen sich auf 5.999 Euro inklusive Einbau für das Grundgerät. Hinzu kommt eine Monatsmiete für alle 16 Akkus von 27,50 Euro. Der Hersteller gibt als Verfügbarkeitsdatum das dritte Quartal 2013.

Bisher gab es lediglich Ansätze, gebrauchte Akkus von Elektroautos als Stromspeicher für das Zuhause zu verwenden.

Technische Daten der Akkus laut Hersteller

Hersteller: Panasonic
Batterietyp: Lithium-Ionen Mangan
Arbeit: 312 Wh
Spannung: 26 V
Kapazität: 12 Ah
Zellenanzahl: 14 Zellen

Weitere Informationen auf der Wemag-Unternehmensseite.