Warum sind E-Bikes platzsparend, gesundheitsfördernd und gut für die Umwelt? In der Serie "Gründe für ein E-Bike" erfahren Zweifler und Elektroradfahrer in diesem zweiten Teil welche Vorteile Pedelecs und S-Pedelecs haben.

E-Bike sind platzsparend


Ein Elektrorad ist nicht größer als ein Fahrrad und benötigt während der Fahrt viel weniger Platz, aber natürlich auch beim Parken. Weniger Platzverbrauch des Fahrzeugs in der Stadt bringt mehr Raum für Grün und mehr Platz für den Menschen, also mehr Lebensqualität. Wer es noch kleiner mag, findet möglicherweise im E-Kompaktrad oder Elektro-Faltrad ein gute Lösung.

Elektrofahrräder sind gesund

Bewegungsmangel ist in der westlichen Welt die zentrale Ursache für klassische Zivilisationskrankheiten. Hierzu zählen Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Altersdiabetes.

Mit 41,1 % aller Todesfälle in Deutschland waren 2010 Herz/Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache, so das Statistisches Bundesamt 2010.

Ein probates Mittel gegen diese Erkrankungen ist Bewegung mit 3-5 Einheiten á 30 Minuten/Woche im unteren bis mittleren Belastungsbereich, unabhängig von Alter und Trainingszustand. Pedelecs werden meist im unteren und mittleren Pulsbereich bewegt und sind somit optimale Trainingsgeräte für Jedermann. Das E-Rad kann vor diesem Hintergrund einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung leiste n.

„Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt 150 Minuten mäßige intensive Bewegung pro Woche. Dadurch lassen sich Krankheitskosten für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft reduzieren. Diese können für untrainierte Menschen in Deutschland jährlich mit bis zu 2.000 Euro bewertet werden“, schreibt das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI.

Besonders bietet das E-Bike die Möglichkeit ausreichend Bewegung in die Alltagswege zu integrieren. Für Distanzen ab fünf Kilometer, auf denen das Elektrorad vor allem Pendelfahrten mit dem Pkw ersetzen kann, ist der Effekt für die Herz-Kreislauf-Prophylaxe am größten.

Pedelecs sind sauber, leise und sparsam


Alarmierende Nachrichten zur CO2-Konzentration in der Atmosphäre wurden letzten Freitag von US-Wissenschaftlern veröffentlicht. Demnach ist erstmalig in der Menschheitsgeschichte die Grenze von 400 Teilen pro Million (ppm) überschritten worden. Der Tagesdurchschnitt in der Messstation der Nationalen Behörde für Ozeanologie und Atmosphärenforschung (NOAA) in Mauna Loa im Bundesstaat Hawaii betrug 400,03 ppm CO2, im Scripps-Institut für Ozeanologie im kalifornischen San Diego wurden 400,08 ppm gemessen.

CO2 -Konzentration so hoch wie vor 10 Millionen Jahren

Michael Mann, Leiter des Earth System Science Center an der Penn State University: "Es gibt keinen Präzedenzfall in der Geschichte der Erde für solch einen abrupten Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen". Die Wissenschaft gehe davon aus, so Mann weiter, dass die CO₂-Konzentration in der Erdatmosphäre zuletzt vor mehr als zehn Millionen Jahren so hoch gewesen sei. Zu der Zeit sei es auf der Erde deutlich heißer gewesen und der Meeresspiegel lag Dutzende Meter über dem heutigen Stand.

CO2-Emissionen, Klimaschutz und E-Bikes


Was hat das alles mit E-Bikes zu tun? Während die Politik mit der Autoindustrie noch über neue Schadstoffgrenzwerte für die KFZ-Flotten diskutiert, können wir alle ganz einfach etwas tun, um der katastrophalen Entwicklung des Klimawandels wirksam entgegen zu treten. Das Auto öfter stehen lassen und Fahrrad und Elektro-Rad fahren. Insgesamt ist der Verkehr in Deutschland verantwortlich für rund 18 Prozent aller Co2-Emissionen, was 160 Mio. Tonnen jährlich entspricht, fand das Umweltbundesamt bereits 2007 heraus.

Viele kurze Strecken bieten viel Potenzial für das Elektrobike

Dabei sind die meisten per Auto gefahrenen Strecken so kurz, dass sie ohne Probleme mit dem E-Bike zurückgelegt werden könnten. Wussten Sie schon, dass 50 Prozent aller Autofahrten in Deutschland unter 6 Km und fünf Prozent sogar kürzer als 1 km sind?

Das sind ideale Distanzen für E-Bikes und wenn lediglich ein Drittel der Strecken unter sechs Kilometer mit dem Elektro-Rad und Strom aus erneuerbaren Energien anstelle des Autos zurückgelegt würde, wären jährlich bis zu 7,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart, rechnet der ökologische Verkehrsclub VCD vor.

E-Bikes sind verglichen mit Autos oder Krafträdern leise und sparsam


Mit nur 1 kWh Verbrauch auf die 100 Km kann das E-Bike ein wichtiger Baustein zur Energiewende im Verkehr werden! Übrigens sind sogar 90% aller Autofahrten unter 30 km, so das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

Heutige Autos und Krafträder werden in der Regel durch Verbrennungsmotoren angetrieben. Neben Kraftstoffverbrauch und den CO2-Emissionen sind Verbrennungsmotoren auch verantwortlich für eine Reihe von anderen luftverschmutzenden Stoffen: Kohlenmonoxid, Stickoxide und Feinstaub. Dazu kommt noch der Lärm, der ebenfalls ein wichtiger Verursacher von Krankheiten ist.

Zwar werden Hybrid-PKW zunehmend beliebter, aber ihr Anteil am Gesamtmarkt ist unbedeutend. Von den mehr als 43 Millionen PKW, die in Deutschland zugelassen sind, sind zum Stand Ende 2012 nur etwas mehr als 69.000 Hybride. Dazu kommen noch magere, knapp 7.500 Elektroautos, so die offizielle Zahl des Kraftfahrtbundesamt aus dem Jahr 2012