Seit 2012 verkauft der Hersteller Ebike Advanced Technologies Elektrofahrräder - jetzt plane man eine Kurzzeitmiete für E-Bikes in deutschen Städten einzuführen. Dies erklärt der Geschäftsführer Helge von Fugler gegenüber der “Frankfurter Rundschau”. Außerdem skizziert der Mitbegründer des Unternehmens seine Vision für Pedelecs in den kommenden Jahren. 

“Ebike” gibt an 2012 insgesamt 1.500 Elektroräder verkauft zu haben. 2013 sei mit einer Verdopplung zu rechnen. Kürzlich hatte das Unternehmen neue Modelle für 2014 vorgestellt. Der Gründer von Fugler sieht in den kommenden Jahren einem Verkaufsboom bei E-Bikes entgegen. So sollte es seiner Einschätzung nach in zehn Jahren keine konventionellen Räder mehr geben. Ausnahme wäre lediglich eine kleine Nische im Spitzensport. 95 Prozent aller Anwendungszwecke würden dann bereits mit Fahrrädern abgedeckt, die mit einem elektrischen Zusatzantrieb ausgestattet sind.

Wesentlicher Faktor für das Wachstum sei der technische Fortschritt: Akkus würden erheblich leistungsfähiger und Pedelecs und S-Pedelecs merklich leichter und billiger werden. Allerdings sei ein entsprechender Ausbau der Infrastruktur in den Kommunen notwendig. “Ich bin ein Verfechter der Unterscheidung in Radweg und Schnellradweg”, so von Fugler. Radwege seien für konventionelle Räder geeignet. Schnellradwege müssten Pedelecs vorbehalten sein.

Zum Aufbau eines Netzwerks zur Kurzzeit-Miete von Elektro-Fahrrädern sagt der Ebike-Geschäftsführer: “Wir bauen gerade in Deutschland ein flächendeckendes System auf: Ebike-Rent. Das wird man nächstes Jahr in mehreren Städten sehen”.