Wie viel wiegt ein E-Bike? Das ist für viele Käufer wichtig, wenn es beispielsweise darum geht, das Pedelec in die Wohnung tragen zu müssen. Aber auch das zulässige Gesamtgewicht inklusive Fahrer und gegebenenfalls Gepäck ist oftmals eine essenzielle Information vor dem Kauf. Fachhändler müssen darüber Auskunft geben. Tun sie es nicht, kann der Kunde das Pedelec laut eines aktuellen Urteils wieder zurückgeben.

Nicht jedes E-Bike trägt jede last. Gerade Fahrer, die etwas mehr wiegen, sollten darauf achten, damit sich das Elektrorad noch stabil fahren lässt. Insbesondere auch bei Cargo-E-Bikes - also Elektrofahrrädern, die Lasten transportieren können - ist diese Information wichtig. Ob sie ein, zwei oder vier Kinder und dazu vielleicht noch eine Kiste Bier transportieren können - sagt einem das zulässige Gesamtgewicht.

Instabiles Fahrverhalten bei zuviel Gewicht


In einem konkreten Fall hat ein 110 Kilogramm schwerer Mann ein E-Bike für 2.300 Euro gekauft, das bergab "Flatterschwingungen" zeigte. Inakzeptabel entschied der neue E-Biker und wollte das Rad zurück zum Händler bringen. Dieser weigerte sich und der Mann klagte. Mit Erfolg!

Das E-Bike war nur für 120 Kilogramm Gesamtgewicht zugelassen, Mann und Fahrrad wogen jedoch insgesamt 135 Kilogramm. Ein Gutachter des Bonner Landgerichts meinte zwar, dass der Käufer das Gesamtgewicht erfragen müsse. Die Richter entschieden aber anders: Der Händler müsse aktiv darüber informieren. So konnte der Kläger das E-Bike zurückgeben und musste nur 300 Euro für die bisherige Nutzung auf 1.500 Kilometern bezahlen.

Zuladung vor Kauf herausfinden


Über die mögliche Zuladung bei verschiedenen E-Bike-Modellen gibt unsere Detailsuche Auskunft. Dort lässt sich nach Zuladung bis 130 Kilogramm filtern.