Das Lasten E-Bike erfreut sich zunehmender Beliebtheit - sowohl im privaten wie im gewerblichen Umfeld. Wir geben einen Überblick über Typen, Modelle und Hersteller. Man sieht sie immer öfter und auch die Modellvielfalt wird immer größer - Lastenräder. Zeit für den eBikeFINDER Ihnen eine Übersicht anzubieten. Professionelle Kuriere und die Deutsche Post verwenden Sie, aber auch für den Kindertransport oder den Wocheneinkauf eignen sie sich bestens. Welche Typen gibt es und wo liegen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Konzepte?

Lasten-E-Bikes kaufen für private und gewerbliche Anwendung


Das Fahrrad wird immer beliebter und auch Elektroräder steigern von Jahr zu Jahr beständig ihre Verkaufszahlen. Immer mehr Menschen, von Staus und der Parkplatzsuche geplagt, lassen das Auto stehen oder schaffen es ganz ab - besonders in den Städten. Aber was tun, wenn man Kinder hat, die zur Kita müssen oder der wöchentliche Großeinkauf ansteht? Dafür bieten sich Lasten E-Bikes - auch Cargo-Bikes genannt - bestens an. Der elektrische Antrieb unterstützt beim Treten und dies natürlich auch bei Gegenwind und bergauf. Elektrische Unterstützung ist hier besonders sinnvoll, weil das Gefährt durch die Fracht, entweder Personen oder Güter - schwerer ist. Ökologisch sinnvoll ist es allemal.

 

Zwar mag der Anschaffungspreis auf den ersten Blick hoch erscheinen, aber gemessen an den Kosten für ein Auto ist ein Lasten-E-Bike geradezu ein echtes Schnäppchen - besonders bei den Betriebskosten. Gewerbliche Anwendungszwecke für elektrifizierte Lasten-Pedelecs gibt es viele. Die deutsche Post betreibt mit über 6.000 Fahrzeugen wohl die größte Flotte. Kurier- und Lieferdienste für Kleinsendungen, Essen oder Medikamente sind weitere Anwendungen, genau wie Handwerksbetriebe oder auch die Verwendung auf Werksgeländen großer Betriebe. Es gibt natürlich auch normale Lastenräder ohne elektrischen Antrieb, aber gerade hier drängt sich die Elektrifizierung förmlich auf; verlängert sie doch die Reichweite und erlaubt längere Touren auch in hügeligem Terrain und vor allem mit größeren Lasten. Einer aktuelle Studie des EU-geförderten Cyclelogistics-Projektes zu Folge, könnten 51 Prozent aller motorisierten Transporte in europäischen Städten auch auf Lastenräder verlagert werden. Für solche  Transporte bis 250 Kilogramm ist das Lastenrad oft schneller, günstiger und praktischer als das Auto - und es können auch Fahrer ohne Führerschein eingesetzt werden.

 

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Welche Unterschiede gibt es bei Lasten-E-Bikes?


Da wäre zuerst einmal die Spur: Es gibt einspurige und zweispurige Fahrzeuge. Einspurig bedeutet, dass das Lastenrad wie ein herkömmliches Rad nur zwei Räder hat. Solche Lasten-E-Bikes gibt es in „normaler“ Bauform, die aber zusätzlich mit Gepäckträgern vorne und/oder hinten ausgestattet sind und für die höheren Zuladungen über stabilere Rahmen und Komponenten verfügen. Ein typisches Beispiel für diesen Typus wäre das KTM MACINA e-SHOPPER oder das Rob Cargo von Hercules. Dann gibt es einspurige Modelle mit verlängertem Radstand, die entweder vorne eine tiefe Ladefläche oder eine Cargo-Box haben oder hinter dem Fahrersitz verlängert sind, um beispielsweise Kindersitze oder große Packtaschen zu befestigen. Typische Vertreter mit Ladefläche vorne sind die iBullits von Urban-e aus Berlin, das Urban Arrow aus den Niederlanden oder auch das neue Rapid von Radkutsche. Ladeflächen hinten bieten das TRANSPORTER hybrid von blueLABEL, die Cargobikes von enviado oder auch das elBoda Boda und das elMundo von Yuba.

 

 

Mehrspurige Lasten-E-Bikes


Eine weitere Gruppe sind die mehrspurige Lasten E-Bikes. Diese Modelle haben entweder vorne oder hinten 2 Räder. Man unterscheidet in dreirädrige Frontlader und dreirädrige Hecklader.  Zu der Gruppe der dreirädrigen Frontlader gehören die meisten Bikes von Babboe, die Zigo Modelle, die Modelle Classic, Vectare, Cargoflex, Kiddy Cruiser, Meiler und Trans Racer von Wulfhorst sowie die neuen Cargo-E-Bikes von Veleon, die als einzige auf dem deutschen Markt über eine Neigetechnik verfügen. Zu den dreirädrigen Heckladern gehören die Modelle von Cyclopolitain und evolo, Rikscha und Musketier von Radkutsche, sowie einige Modelle von Wulfhorst.

 

 

Welches Cargo E-Bike für welche Anwendung?


Es gibt eine ganze Reihe von Lasten E-Bikes, die eher für den privaten Gebrauch gebaut sind und dem harten Einsatz im professionellen Bereich eher nicht standhalten würden. Hierzu zählen die Modelle von Sparta, Grünberg, Babboe auch das Umazooma. Die letztgenannten werden auch gerne für den Transport von Kindern verwendet, genauso wie die Räder von Zigo und das Load hybrid von riese und müller.

 

Profi Lasten-E-Bikes


Dann gibt es klar professionelle Modelle. Hier sind besonders die iBullitts von Urban-e hervorzuheben, die ihre Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit im harten, täglichen Einsatz bewiesen haben und die bei Kurierfahrern auch wegen ihrer Sportlichkeit einen guten Ruf geniessen. Auch im Test von ExtraEnergy konnte das iBullitt den Sieg davontragen. Ebenfalls im professionellen Umfeld anzusiedeln sind die grundsoliden Modelle von gobaX, von denen das Get 1S Plus auch als S-Pedelec erhältlich ist. Weitere Player im professionellen Feld sind MIFA, Speedliner, RadkutscheCyclopolitainevolo und enviado - letztere besitzen spezielle Aufbauten für Güter oder Personenverkehr.

Fahrverhalten von E-Lastenrädern im Vergleich

Mehrspurige E-Lastenräder schaffen bis zu maximal 300 kg Zuladung und gelten durch ihre drei Räder als standfest. Das Fahrverhalten wird als ruhig und sicher bezeichnet. Engere Durchfahrten und Bordsteinkanten sind für sie aber problematischer als für einspurige E-Lastenräder. Das Lenkverhalten dreirädrigen Frontlader ist ungewöhnlich und bedarf auf jeden Fall der Eingewöhnung. Bei hohen Geschwindigkeiten ist Vorsicht in Kurven geboten. Einspurige Lastenräder hingegen fahren stabiler bei höheren Geschwindigkeiten, sind schneller und auch für längere Strecken gut. Die Bauform als normales Rad ohne Ladefläche vorne oder hinten bedarf keiner Umgewöhnung. Sie lassen sich wie ein normales Fahrrad fahren. Die Variante mit der Ladefläche vorne erfordert von Ungeübten eine gewisse Eingewöhnungszeit, da die Lenkung mit Hilfe einer speziellen Stange auf das Vorderrad übertragen wird. Einspurige Lasten E-Bikes lassen sich eindeutig sportlicher bewegen. Bei Rädern mit verlängertem Radstand ist jedoch der Wendekreis größer.

Weitere Informationen rund um Lastenräder finden Sie unter www.lastenrad.vcd.org.   Alle Lasten E-Bikes finden Sie in der eBikeFINDER Datenbank.