Was ist beim E-Bike Kauf zu beachten?

Ein sehr einfach gehaltenes Elektrorad gibt es ab rund 1000 Euro. Aber der letztendliche Preis hängt von der Art des Antriebs, der Verarbeitung und Ausstattungen und vielen weiteren Kriterien ab. Spezielle Modelle kosten ein Vielfaches, der durchschnittliche Preis für ein E-Bike liegt bei 2.700 Euro. Aufgepasst: Vermeintliche Schnäppchen aus dem Baumarkt oder vom Discounter entpuppen sich bei unabhängigen Tests oft als unsicher, schlecht verarbeitet oder schwierig bei der Ersatzteilbeschaffung und beim Service. Deshalb raten wir zum Kauf von Markenprodukten im Fachhandel.

Beim E-Bike gilt das Gleiche wie beim Fahrrad- oder Autokauf: ausprobieren. Wir empfehlen daher ausführliche Probefahrten. Finden Sie über die Markensuche attraktive E-Räder und vereinbaren Sie einen Termin beim nächsten Händler. Bei Modellen ausgewählter Kooperationspartner, können Sie direkt aus dem eBike-finder heraus eine Probefahrt anfragen. Finden Sie für sich heraus, welcher Antrieb, welche Bremsen, welche Schaltung oder welche Sitzposition für Sie das Optimum ist. Einige Fachhändler bieten auch die Möglichkeit E-Bikes etwas länger zu leihen.

Ist das E-Bike im Stand gut anzuheben und bei der Fahrt gut zu steuern?

Müssen Sie Ihr E-Bike in den Keller tragen oder auf den Fahrradträger Ihres Autos oder Wohnmobils heben, müssen Sie auf Ihren Touren manchmal eine Treppe überwinden? Dann kann es nicht schaden, wenn Sie einmal ausprobieren, wie gut oder schlecht das geht. Zur Probefahrt gehört also unbedingt auch ein Probetragen. Achten Sie auf gute Bremsen und probieren Sie diese ausgiebig aus. Oft treffen Sie bei E-Bikes auf hydraulische Bremsen. Wenn Sie bislang eher rein mechanische Felgenbremsen gewohnt waren, müssen Sie sich kurz mit dem festeren Zupacken von hydraulischen Bremsen vertraut machen.

Je mehr Gänge ein E-Bike besitzt, desto besser ist der Krafteinsatz an die jeweilige Fahrsituation und an das Geländeprofil anzupassen. Allerdings sind nicht für jeden Anwendungsfall 24-30 Gänge nötig. Für die meisten E-Biker und E-Bikerinnen sind 3-14 Gänge, als Naben- oder Kettenschaltung, völlig hinreichend – insbesondere wenn die Fahrten eher im Flachland oder in nur leicht hügeliger Umgebung stattfinden. Für Mountain-e-Bikes oder bei der sportlichen Nutzung gelten andere Maßstäbe. Hier können mehr Gänge durchaus wichtig sein. Für die Wahl der passenden Schaltung ist also die geplante Nutzung ausschlaggebend.

Unterstützt der E-Bike Antrieb harmonisch und sicher?

Sobald Sie sich beim Radeln und Lenken sicher fühlen, können Sie die Steuerung des E-Bike Antriebs ausprobieren. Testen Sie, ob die Bedienelemente für den Antrieb so angebracht sind, dass Sie sie leicht und ohne die Hand vom Lenker nehmen zu müssen bedienen können. Ist die Menüführung intuitiv? Sind die Angaben auf dem Display gut lesbar – auch bei völliger Dunkelheit oder starker Sonneneinstrahlung?

Testen Sie die Unterstützung des E-Motors in verschiedenen Fahrsituationen aus. Wie schnell setzt die Unterstützung ein? Ruckelt es beim Schalten oder kann ich harmonisch die Gänge wählen? Reagiert der Antrieb sofort darauf, wenn ich die Tretbewegung unterbreche? Bin ich mit der Motor-Leistung in den verschiedenen Unterstützungsstufen zufrieden?

Wie gut ist der E-Bike Akku zu entnehmen?

Der Akku ist bei heutigen Modellen meist zu entnehmen und sitzt entweder unter dem Gepäckträger oder an Sattel- oder Unterrohr. Er ist mit einem Schloss gesichert und liefert den Strom für Motor, Steuerung, Licht und optional externe Geräte. Dadurch muss er natürlich auch oft zum Nachladen. Probieren Sie daher aus, wie einfach es ist den Akku zu entnehmen und wieder einzufügen. Dann gibt es auch Modelle, zum Beispiel leichte Urban E-Bikes, bei denen die Akku-Zellen im hohlen Rahmenrohr stecken. In diesem Fall muss das komplette E-Rad bis zum Stecker des Ladegeräts geschoben werden. Hier ist also besonders das Gewicht zu prüfen.

Wie wird das E-Bike gesichert?

Denken Sie unbedingt auch an ein gutes Schloss für Ihr Pedelec, damit Sie lange Freude an Ihrem E-Bike haben und keinen Diebstahl beklagen müssen. Außerdem sollten Sie klären, in welchem Umfang Ihre Hausratversicherung Schäden am Pedelec abdeckt. Im Zweifel schließen Sie eine separate Versicherung ab, die Ihnen den nötigen Schutz auch bei Diebstahl, Vandalismus oder gar den Akkuverschleiß gewährt.

Tipps für die richtige Wahl beim E-Bike Kauf